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Jazzorchester Vorarlberg
“Morphing”

Das Jazzorchester Vorarlberg und der Komponist Clemens Wenger gehen wie gewohnt ungewöhnliche Wege. Mit ihrer CD MORPHING präsentieren sie eine Suite in sechs Akten, vielfältig, organisch, moralisierungsfrei und apokalypseverneinend. „MORPHING ist ein Versuch einen positiven Blick auf die Veränderungen unseres Lebens und die daraus resultierenden neuen Aufgaben zu werfen. Die Welt geht nicht unter, wir verändern sie nur!“ (Clemens Wenger 2012). Nachhören können sie dieses Gefühl als Organikum in Big Band Elektronik – MORPHING ist eine stetige Verwandlung. Bereits mit dem Einstiegstrack Shapeshifta führt uns der Effekt des Morphing assoziativ von James Bond mit Sean Connery über in einen französischen Ganovenfilm mit Verfolgungsjagd (alte Sportwagen auf Küstenstrasse in orange stechendem Licht), die Auseinandersetzung gipfelt in einem südländischen Schmerzausbruch, ihm folgt ein Streit, der von Frank Sinatra und der bezaubernden Jeannie geschlichtet wird, was die Tür in die Moderne öffnet: Die Vögel zwitschern, die Möwen klagen, die Wale singen. Spätestens bei Track 4 Les Salces sind sie am digitalen Kunstfestival Ars Electronica oder im Universum gelandet. Das Kopfkino-Potential von MORPHING ist beachtlich, umso erstaunlicher, dass die Komposition nicht an ihrer Vielfältigkeit und Verwandlungsdichte zerbricht, sondern wie selbstverständlich als schlüssiges Ganzes daherkommt. Dass dieser Spagat gelingen konnte, liegt zweifelsohne an der exakt gewählten Dosis von Anspielung und Eigenheit und am raffinierten Zusammenspiel von Elektronik und Big Band. Clemens Wenger hat es geschafft, das Jazzorchester Vorarlberg mit sich und dem Computer als digitalen Gegenspieler so zu vereinen, dass der Klangkörper Big Band sich in seiner bewährten Tradition verdient macht und darüber hinauswächst. Durch die von der elektronischen Musik inspirierte Komposition und das Morphing mittels Synthesizer und digital generierter Sounds, entwickelt Wenger sein neues Klangbild. Das Matrix-Orchester klingt als 0 und 1, während Cyborg Clemens Wenger das Organikum wärmt. Möglich wird diese Verschmelzung erst dadurch, dass Komponist und Orchester ein tiefes Verständnis sowohl für die analoge als auch die digitale Musikästhetik mit sich bringen. Die Verwandlung scheint ihnen nicht fremd, ganz im Gegenteil, sie scheinen sich darin zu Hause zu fühlen. MORPHING hebt die Jazzorchesterszene über ihre hermetischen Abriegelungen, ist abstrakt, fantasievoll, erdig, schmutzig, Groove und Rauschen.


JOV – JAZZORCHESTER VORARLBERG Das Jazzorchester Vorarlberg (JOV) wurde 2005 gegründet um der heimischen Jazz- und Impro- Szene eine professionelle Plattform zu bieten. Seit dem Debüt wurden jährlich neue Programme/ Projekte realisiert, zahlreiche Auftragskompositionen vergeben und mit internationalen Künstlern und Kollektiven zusammengearbeitet. Das experimentierfreudige Ensemble konnte sich durch die vielen verschiedenen Kollaborationen, sowie Konzerten in Österreich, Deutschland und der Schweiz über die Landesgrenzen hinaus einen Namen schaffen und freut sich nun das zweite Studioalbum zu präsentieren. Dank der musikalisch-künslterischen Qualität jedes einzelnen Musikers sowie des gesamten homogenen Klangkörpers und nicht zuletzt auch auf Grund der finanziellen Unterstützung des Landes Vorarlberg kann sich das JOV mittlerweile als professionelles Orchester in der österreichischen Jazzszene etablieren. Zusammenarbeit mit: Uri Caine, Ed Partyka, Peter Herbert, Andreas Schreiber, Johannes Berauer, Lukas Niggli, Jon Sass, Clemens Wenger, Daniel Riegler, Fatima Spar, Philip Yaeger, Peter Madsen, Matthias Wenger, Flip Philipp, Vocale Neuburg, Jazzwerkstatt Wien, Jazzwerkstatt Bern, Jazzwerkstatt Graz, Jazztage Bludenz, Feldkirch Festival, Festspiele Bregenz.
CLEMENS WENGER Geboren 1982 in Krems a.d. Donau Studien: Jazzklavier / Jazzkomposition und Arrangement / Musik für Film & Medien Lebt und arbeitet als Komponist und Tastenspieler/ Elektroniker in Wien Mit-Initiator und künstlerischer Leiter der JazzWerkstatt Wien (Hans-Koller Preis, fair music award) Teil der Wiener Soul Band 5/8erl in Ehr´n (2-fache Gewinner des Amadeus Austrian Music Awards) Komponierte, spielte und arbeitet mit/ für: Klaus Maria Brandauer, Max Nagl, Paulus Manker, Steven Bernstein, Die Strottern, Andy Manndorff, Valérie Sajdik, Studio Dan, Elliott Sharp, Maja Osojnik, Willi Resetarits, ensemble reconsil, Volkstheater Wien, Georg Breinschmid ...

 

Jazzorchester Vorarlberg
“Morphing”

Jazzwerkstatt Records

Clemens Wenger – composition/concept &
electronics
Mieze Medusa – poetry-slam
Andreas Harrer – video
Jürgen Haider, Claus Karitnig, Andreas
Broger, Klaus Peter – reeds
Phil Yaeger, Thomas Gertner/Martin Ptak –
trb
Martin Eberle, Anton Meusburger, Thomas
Liesinger – trp, flgh, eb-horn
Benny Omerzell – hammond, rhodes
Manu Mayr – bass
Christian Eberle – drums

 

Veröffentlichung:
Mai 2014

[Info als PDF] - 1 MB

Cover in hoher Qualität
Bandfoto in hoher Qualität
Bandfoto in hoher Qualität
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