Home / Profil
  Schwerpunkte
  Partnerlabel
  Referenzen
  Kontakt
   
  Mail
   
  Impressum
home / schwerpunkte / archiv  
   
 

Julian Siegel Quartet
„Vista“

Vor gut neun Jahren begann der Saxofonist Julian Siegel im Kollektiv mit Pianist Liam Noble, Kontrabassist Oli Hayhurst und Schlagzeuger Gene Calderazzo exklusive Ideen zu verarbeiten. Nun veröffentlicht das Julian Siegel Quartet mit Vista ein weiteres packendes Set von meist originalen Kompositionen. Der  „Urban Theme Park“ des Jahres 2011 brachte das Quartett zusammen und sorgte mit seiner Fähigkeit, sowohl kommunale als auch individuelle Musikalität zu präsentieren, für Aufsehen – und heute nun ist diese Verbindung, das Wissen und die Intuition noch stärker.

„Es ist eine gemeinsame Erfahrung“, erklärt Siegel, der sich im Laufe der Jahre durch seine Arbeit mit diesem Quartett, seinem Trio mit Joey Baron und Greg Cohen, dem Julian Siegel Jazz Orchestra (gegründet 2017) und der Formation Partisans (mit Gitarrist Phil Robson als Co-Leader) als einer der besonders eloquenten britischen Künstler etabliert hat.

„Nachdem du so lange als Band zusammen gespielt hast, fängst du wirklich an, etwas zu lernen. Wenn ich Liam ein neues Stück gebe, kommt er zwanzig Mal mit eigenen Ideen dazu zurück - er ist so frei, mit einem unglaublichen Sinn für Mut und einem wirklich originellen harmonischen Ansatz. Gene hat ein fantastisches Gefühl und eine exzellentes Verständnis für Zeit - es gibt immer eine Herausforderung darin, die ich wirklich liebe - so viel Vorwärtsbewegung. Und mit Oli swingt es wirklich“.
Der Saxofonist und das Quartett freuten sich über die Idee, wieder zusammen ins Studio zu gehen, und beschlossen, dies als ein rein akustisches Set für das neue Album aufzunehmen. „Es ist eine großartige Gelegenheit, für diese Band zu schreiben, weil du weißt, dass sie es gut klingen lässt!“ Und zum Schreiben der Musik für Vista sagt Siegel: „Vor der Session habe ich versucht zu schreiben. Jeden Tag, um Ideen einzufangen, wie und wo auch immer sie gekommen sind, um dann zu sehen, was gut genug ist, um es zur ersten Probe zu schaffen. Jedes Stück hat eine andere Entstehung. Für mich als Jazzkomponist ist es die Frage: Wie viel schreibst du, wo hörst du auf? Die meiste Musik, die wir auf diesem Album machen, ist improvisiert, also sind die Stücke nur Ansatzpunkte. Ich mag es, Dinge zu finden, die ein Funke sind, um etwas geschehen zu lassen oder einfach etwas in einem Raum in Bewegung zu versetzen. Viele Dinge sind zum ersten Mal passiert, als wir die Session aufgenommen haben - es war sehr aufregend, sie ganz frisch aufzufangen.“

Als Leiter ist Siegels fließender, nahtlose Wechsel von Tenor zu Sopran eine Freude. In „The Opener“ stechen sowohl die lyrischen als auch die bissigen Aspekte seines Charakters heraus. „I Want To Go To Brazil“ kam ihm eines Morgens in seine Gedanken und, als Hommage an brasilianische Größen wie Hermeto Pascoal und Elis Regina, erwacht seine sanftes Lied mit südamerikanischer Lebensfreude. Die üppigen tiefen Tenor-Resonanzen der Ballade „Song“ führen zu „Pastorale“, dessen muntere Sopran-/Klavier-Figur und expressive Melodie einen offenen Raum für das Quartett eröffnen.

Die vier brechen aus im stampfenden, blues-hupenden „The Goose“ (Siegels Name für die Bassklarinette, das Instrument, dass er dann im folgenden, erst ausweichenden, dann jagendem „Idea“ benutzt). Bud Powells „Un Poco Loco“ wird blendend neu interpretiert, atemlos verfolgt von der akkordlosen Trio-Nummer „Billion Years“, und der breit angelegte Titeltrack „Vista“ springt rockig zu Nobles fragendem, aufsteigendem/absteigendem Motiv und Siegels herrlich melodischem Tenorsax.
Siegel denkt darüber nach, wie sich eine Band mit der Zeit entwickeln kann: „Wenn ich mir einige meiner Lieblingsalben während der gesamten Musikgeschichte anhöre, fällt mir auf, wie viele von ihnen von ‚Bands‘ gemacht wurden - eine besondere Kombination aus jahrelangem gemeinsamen Touren und Spielen. Das ist etwas Besonderes“. Vista zu erleben, ist ein Konzept, das für dieses kohärente und dialogorientierte Quartett bereits Realität ist.

 

Julian Siegel Quartet
„Vista“

Label Whirlwind Recordings

Julian Siegel (ts, ss, bcl)
Oli Hayhurst (b)
Liam Noble (p)
Gene Calderazzo (dr)

Veröffentlichung:
9. März 2018

Info als PDF

Bandfoto in hoher Qualität
Bandfoto in hoher Qualität

 

 

 
top mail: u.k.promotion@t-online.de designed by jazzdimensions