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Phil Donkin
“The Gate”

The Gate ist das Debut-Album des Bassisten/Komponisten Phil Donkin, einem der gefragtesten jungen Talenten im Jazz und der Improvisierten Musik. Der gebürtige Brite etablierte sich erst in der jungen Londoner Jazzszene, bevor er sich auch in New York in der dortigen Szene einen Namen als höchst talentierter Musiker machte. Seit einiger Zeit lebt er nun in Berlin, wo er eine beachtliche Karriere als Gastmusiker genießen darf. Er begleitete John Abercrombie, Kenny Wheeler, Julian Argüelles, Evan Parker, Nils Wogram, Kurt Rosenwinkel und viele andere internationale Stars bei ihren dortigen Konzerten. Zusammen mit dem Grammy-nominierten Saxophonisten Ben Wendel, dem Schlagzeug-Zauberer Jochen Rückert und dem aufkommenden Meister Glenn Zaleski am Klavier hat er nun mit The Gate sein erstes eigenes Album eingespielt - ein Album mit viel Tiefe und Erfahrung. Zehn eigene Kompositionen und zwei Arrangements (Monk und Schostakowitsch) bersten schier vor Esprit und musikalischer Intelligenz. Die vier Musiker leiten den Hörer perfekt durch die komplexen Verläufe und unterschiedlichen Emotionen der Kompositionen. „Ich wollte ein Musikprogramm schaffen, das jeder genießen kann, ohne auf ein Niveau zu sinken, das auf Nicht-Jazzhörer herablassend wirkt“, erklärt Phil Donkin. „Ich denke, dass gute Musik, egal in welchem Genre, auf einer menschlichen Ebene kommuniziert und dass die bestehenden Gräben, die sich aufgetan haben, künstlich von der Musikindustrie und den Medien geschaffen wurden, die heute den Menschen diktieren, welche Musik sie gut finden und konsumieren sollen. Diese Einstellung ist meiner Meinung nach falsch und meine Musik soll sich darüber hinwegsetzen“. Natürlich ist The Gate in erster Linie und hauptsächlich ein Jazzalbum. Aber es ist auch kraftvolles Statement, das den Hörer sowohl fordert als auch fest in seinen Bann zieht. Stücke wie „Matriarch“, „The Lost Shoe“ und das Titelstück verbreiten eine gedämpfte und melancholische Stimmung, die die feinfühligen Saiten der Herzen der Hörer anschlagen, gleichzeitig jedoch mit einer feurigen, durchdringenden Energie angetrieben werden, die einen wahren Sturm von Gefühlswallungen kreiert. „La Jurona“ und „Introspection“ zeigen einige der rhythmischen Feinheiten, für die Phil Donkin bekannt ist, in dem er die unheimliche Fähigkeit des Bassisten offenbart, mühelos mit Gleichgewicht, Eleganz und Kraft durch Form- und Tempo-Änderungen zu gleiten. Wunderbar komplettiert durch Schlagzeuger Jochen Rückert, übertrifft sich die Rhythm Section immer wieder. Gegenseitig spornen sie sich an und teilen sich die Verantwortung die Band zu führen, übernehmen die musikalischen Richtungswechsel und unterstützen die anderen dabei, Risiken einzugehen, von denen es jede Menge gibt. „Diese Musik ist kein sicheres Terrain. Wir alle gehen Risiken ein und unterstützen uns gleichzeitig gegenseitig. Für mich war das immer das Spannendste als Hörer wie auch als Musiker, weil es etwas Menschliches an sich hat. Ich will kein Album, das perfekt bearbeitet ist und nicht das geringste Zeichen einer möglichen Schwäche bietet. Das ist langweilig und zeigt nichts von der Seele der Musik. Ich brauche Empathie und Mut um sie genießen zu können. Das erfordert offensichtlich intensives Hören und ich befürchte, dass das im heutigen Jazz nicht oft genug getan wird. Natürlich wollen wir alle so gut wie möglich sein, aber wenn wir mit anderen zusammen spielen sind wir eben verletzlich, da wir nicht wissen was passieren wird. Um dieses Problem zu überwinden müssen wir vertrauen und wissen, dass fantastische Dinge entstehen können wenn man es einfach geschehen lässt und genau zuhört. Man möge meinen, das nach Jahren des Spielens und Übens die Finger von alleine wissen was zu tun ist, also bleibt einfach nur zuzuhören und dem Herzen alles weitere zu überlassen“. Es gibt auch ein wohltuendes Maß an Swing auf diesem Album. „Macon Groove“, benannt nach der Straße in Brooklyn, wo Phil Donkin lange Zeit gelebt hat, zeigt seine Fähigkeit eine extrem flinke Melodie zu spielen, irgendwie nach Warne Marsh und Lennie Tristano klingend. Andere Stücke wie „Butterfingers“, „One For Johnny“ und „Yesterday At My House“ sind ebenfalls eigenwillige Melodien, die die Bandmitglieder zu kreativen Höhenflügen einladen - und das bietet die gesamte Band von der ersten bis zur letzten Sekunde des gesamten Albums. The Gate verspricht höchsten Musikgenuss und wird den Bassisten und Bandleader Phil Donkin zweifellos als festen Punkt auf der Landkarte der internationalen Jazzszene etablieren.  

 

Phil Donkin
“The Gate”

Whirlwind Recording WR4668
Vertrieb D/A/CH: Indigo

Phil Doonkin (b)
Ben Wendel (ts)
Glen Zaleski (p)
Jochen Rückert (dr)

 

Veröffentlichung:
13. März 2015

[Info als PDF] - 1 MB


Cover in hoher Qualität
Bandfoto in hoher Qualität

 

 

 
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