Home / Profil
  Schwerpunkte
  Partnerlabel
  Referenzen
  Kontakt
   
  Mail
   
  Impressum
home / schwerpunkte /  
   
 

Norbert Stein Pata Masters meets Djaduk Ferianto Kua Etnika „Pata Java“

Europäischer Jazz und traditionelle Gamelan-Musik aus Indonesien – wie passt das zusammen? Der musikalische Globetrotter Norbert Stein und sein Ensemble Pata Masters hat sich dieser Frage angenommen und ein extrem spannendes Projekt mit dem Gamelan-Orchester Kua Etnika aufgenommen. „Pata Java“ entstand im Oktober 2003 im Studio des Komponisten und Musikers Djaduk Ferianto in Yogyakarta auf Java und bietet eine grenzenlose Verschmelzung zweier äußerst unterschiedlicher Kulturen. Eine faszinierende und beeindruckende Begegnung völlig konträrer Musikerpersönlichkeiten, Musikformen und Klangwelten. In ihrer Begegnung haben die Pata Masters und Kua Etnika auf gleicher Augenhöhe über bloßen Austausch und synthetisierende Formen hinweg zu innovativen Kompositionen gefunden, in denen zwei Musiksprachen aufeinander eingehen, miteinander spielen, manchmal die Seiten wechseln und doch immer wieder zu sich selbst finden. Direkter, intensiver und ehrlicher kann eine kulturelle Begegnung kaum sein.

Saxofonist/Komponist/Projektleiter Norbert Stein gründete 1986 das Label Pata Music, um die Musik der vielfältigen Pata-Ensembles unabhängig zu veröffentlichen: Neben den Pata Masters gibt es die Pata Horns, das Pata Trio, das Pata Orchester und Pata Blue Chip. Mit den hier zu hörenden Pata  Masters unternahm er viele Konzertreisen, u.a. nach Brasilien, Afrika, Australien, Singapur und Indonesien. Einige der dabei entstandenen musikalischen Begegnungen – in Kooperation mit dem Goethe-Institut – sind auf seinem Label zu hören. Neben dem Projektleiter selbst gehören den Pata Masters der Flötist Michael Heupel, die Schlagzeuger/Perkussionisten Klaus Mages und Matthias von Welck, sowie Christoph Hillmann an den Electronics an. Das achtköpfige Gamelan Orchester Kua Etnika („Der ethnische Weg“) - 1996 gegründet mit dem Ziel, die unterschiedlichen charakteristischen Merkmale der traditionellen indonesischen Musik zu studieren und sie zu verbreiten - unter der Leitung von Komponist/Musiker/Sound-Designer Djaduk Ferianto bedient sich am gesamten traditionellen Gamelan-Instrumentarium (Demung, Saron, Bonang, Reyong, Kendang, Gambang u.v.m.). Das Eröffnungsstück „Sing A Pure Song“ mit sachtem, zärtlichem Intro, das sich in eine wunderschöne Jazzmelodie auflöst mit viel Raum für die vielfältigen Klänge des Gamelanorchesters, offeriert auf Anhieb den Kern dieses Projekts: die nahtlose Verbindung zweier sich fremder Musikkulturen. „Jiwa“, das indonesische Wort für „Seele“, entstand aus den Impressionen während des Konzertes der Pata Masters in einem Heim für geistig Behinderte in Jakarta während ihres ersten Aufenthalts auf Java im Jahre 2001. Ein verspieltes Meisterwerk aus zärtlichen Klangbildern, Rhythmusspielereien und Musikeruptionen. „Dialog“, die erste von drei Kompositionen von Djaduk Ferianto, spiegelt die Offenheit und Kommunikationsbereitschaft der beiden Ensembles wider – ein wahrer Dialog der Musikkulturen; traditionelles Schlagwerk trifft auf moderne Electronics, das „westliche“ Saxofon trifft auf „östliche“ Blasinstrumente. Einen Hinweis auf die Gedankenwelt der Pataphysik, einer Wissenschaft, die Ende des 19.Jahrhunderts entstanden ist (mehr dazu unter www.patamusic.de , bietet „Speak Yomm“. Ein spannungsgeladenes Stück, dessen anfängliche leise Trommeltöne sich zum wilden Tonfluss des Saxofons entwickeln. Das Wortspiel in indonesischer Sprache mit dem Begriff „Jazz“ – „Juzzla Juzzli“ – ist beherrscht von einem funky Groove, den man in diesem Projekt sicher nicht erwartet hätte – sozusagen der „Fusion-Track“ auf „Pata Java“. Norbert Steins „Code Carnival“ bietet nun wieder Jazz vom Feinsten mit einem Schuss rheinländischer Kultur. Ein fast schon satirischer Blick in die Heimat. „Cublak Cublak Suweng“ basiert auf einem bekannten indonesischen Kinderlied, das fantasiereich in ein Worldbeat-Kleid gepackt wird. Das wohl experimentierfreudigste Stück ist „Sound Theatre of Tukang Pijad“, entstanden in Anlehnung an die Tradition des szenischen Musik-Theaters auf Java. „Tukang Pijad“ ist der Mann, der die Kunst der Akupunktur und Massage anbietet. Und das Schlussstück „Wulang Sunu“ bietet Gelegenheit, am Ende zur Ruhe zu kommen, abzuschalten, die Eindrücke zu verarbeiten, in sich zu gehen und Frieden zu finden. Norbert Stein Pata Masters meets Djaduk Ferianto Kua Etnika - ein interaktives Projekt zweier an für sich fremder Kulturen, die sich aber nahtlos miteinander vereinen können und zusammen einen herrlich traumhaften, friedvollen und amüsanten Ausflug in neue Gefilde unternehmen. Lassen Sie sich mitnehmen, auf eine Reise zwischen den Kontinenten und Traditionen.

 

 

Norbert Stein Pata Masters meets Djaduk Ferianto Kua Etnika -
„Pata Java
Pata 16 CD
Vertrieb:New Music Distribution)

Norbert Stein (ts)
Michael Heupel (fl, bfl)
Klaus Mages (dr)
Matthias von Welck (bass-slitdrums, deep mallets)
Christoph Hillmann (electronics)
Gamelan Orchester Kua Etnika unter der Leitung von Djaduk Ferianto

Veröffentlichung:
01.06.2004

[Info als PDF] - 30kB

 
top mail: u.k.promotion@t-online.de designed by jazzdimensions