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Konitz / Tepfer
Janisch / Williams
“First Meeting
Live in London Vol. 1”

Lee Konitz ist ”einer der am konstantesten brillianten, abenteuerlichen und originellsten Improvisatoren in der Jazz Tradition” (John Zorn). Seine Tonträger-Erbe ist erheblich und außergewöhnlich einflussreich. Sie geht zurück bis zu seinen Aufnahme mit der Claude Thornhill Band, Lennie Tristano und Miles Davis in den späten 1940er Jahren, sowie zu seinem Debut als Leader 1949. Diese Aufnahme auf “First Meeting – Live in London, Vol. 1”, gemacht sechs Jahrzehnte nach diesen genannten ersten Exkursionen, portraitieren einen nach wie vor großen Meister, der mit aller Intensität und Entschlossenheit weiterhin neues Areal im Jazz erkunden und erobern will. Obwohl alle vier Co-Leader – neben Konitz Bassist Michael Janisch, Pianist Dan Tepfer und Drummer Jeff Williams – irgendwann mit den anderen in verschiedenen Formationen im Laufe der Jahrzehnte zusammengespielt haben, ist dies doch der erste gemeinsame Auftritt als Quartett. Diese Aufnahme ist auch einer der seltenen Momente, in denen Lee Konitz am Sopransaxophon zu hören ist. Im Alter von 82 Jahren hat Lee Konitz bei diesem Konzert seine höchst originelle Art der Improvisation weiter vertieft und entwickelt. Das Repertoire besteht anscheinend aus gut bekannten Standards, die von den Musikern allerdings nur als Absprungpunkt benutzt werden, um ihre Fühler in alle mögliche Richtungen auszustrecken. Der ganze Kontext besteht aus Spontaneität und Unmittelbarkeit. “Es gab keine Proben, keinen Plan oder vorgefasste Idee, wie die Musik am Ende klingen würde”, so Michael Janisch. Die Musik auf “First Meeting” ist ein Auszug aus über sechs Stunden Material, das an zwei Abenden im Mai 2010 im Pizza Express Jazz Club in London aufgenommen wurde. Unter der Anleitung von Lee Konitz konnte jeder Musiker auf der Bühne eine Melodie anspielen und die anderen stiegen mit ein. Als Resultat beinhaltet diese CD ein paar der brillantesten Solointros neben Duo-, Trio- und Quartett- Darbietungen. Das “Volume 1” präsentiert die etwas kürzeren Ausführungen der Aufnahmen, wo die Stücke einen Anfang und ein Ende haben. Das Quartett erforschte an diesen beiden Abenden aber auch freiere und abenteuerliche Wege, welche auf einem späteren Album veröffentlicht werden. Die Konzerte wurde von dem amerikanischen, seit 2005 in London lebenden Bassisten Michael Janisch organisiert. Auf dem Glasgow Jazz Festival 2008 trat er zusammen mit Lee Konitz auf. Dieses erste und erfolgreiche Treffen führte zur Einladung für die Sessions zwei Jahr später. Janisch hatte einmal im Monat die musikalische Leitung des Pizza Express Jazz Clubs im Londoner Stadtteil Soho. Michael erinnert sich besonders gut an diese beiden Sessions, denn sie waren der Höhepunkt dieser Zeit: “Lee sagte vor der Show zu uns: ‘Ich will keine Setlist durchsprechen, aber bitte achtet darauf, nicht so zu spielen, wie ihr das normalerweise macht - haltet einfach die Ohren auf und seid offen für alles’. Wenn ich mir heute die Musik anhöre, die wir damals aufgenommen haben, höre ich viele Höhe und Tiefen. Es gibt da Momente, wo wir alle sehr eng miteinander verbunden sind und die Luft förmlich zischt vor Spannung. Dann sind da Momente, wo wir uns gegenseitig ausloten, wo man sich zurück lehnt und die Musik einfach etwas köcheln lässt, und es gibt Momente, in denen wir wirklich nicht wussten, was als nächstes passiert. Und genau in diesen Momenten übernahm Lee das Zepter und bestimmte eine Richtung. Die Stücke selbst waren nur das Transportmittel zur Improvisation”.  

 

Konitz / Tepfer
Janisch / Williams
“First Meeting
Live in London Vol. 1”

Whirlwind Recording WR4638
Vertrieb D/A/CH: rough trade

Lee Konitz (ts, ss)
Dan Tepfer (p)
Michael Janisch (b)
Jeff Williams (dr)

 

Veröffentlichung:
13.06.2014

[Info als PDF] - 3 MB


Cover in hoher Qualität
Bandfoto in hoher Qualität
Bandfoto in hoher Qualität

 

 

 
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