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Tata Dindin
Hans Lüdemann
„Kano“

Die Kora ist Symbol der großen Musiktradition Westafrikas, wie das Klavier die europäische Musikgeschichte und -Kultur verkörpert. An beide Traditionen knüpfen Tata Dindin und Hans Lüdemann an. Pianist Lüdemann spielt auf drei Tracks neben dem Klavier auch dessen „Vorgänger“, das Clavichord, das auf Johann Sebastian Bach, dem „Vater aller Tasteninstrumente“, zurückreícht. Ebraima „Tata Dindin“ Jobarteh wurde 1965 in Brikama/Gambia geboren und ist ein „waschechter“ Griot. Durch seinen Vater und dessen Vorfahren ist er fest in der traditionellen afrikanischen Musik, den Liedern und der geschichtlichen Tradition verankert. Seit seinem Solo-Album „Salam“ gilt Tata Dindin als der profilierteste Kora-Spieler seiner Generation. Er repräsentiert mit seinem Instrument nicht nur die Tradition Afrikas, sondern befördert es in die heutige Zeit. Da er es versteht, die Kora auch elektrisch zu verstärken und mit Effekten zu arbeiten und durch seine aussergewöhnliche Live-Show, bezeichnen ihn viele als „Jimi Hendrix der Kora“. Der in Köln lebende Pianist und Komponist Hans Lüdemann wurde 1961 in Hamburg geboren. Nach der Ausbildung zum klassischen Pianisten folgten intensive Jazz-Studien in Kanada bei Richard Beirach, Steve Coleman, Kenny Wheeler und Dave Holland, sowie ein Jazzpiano-Studium an der Musikhochschule Köln. Sein besonderes Verhältnis zu Afrika hat sich über viele Jahre durch persönliche Beziehungen und mehrere Reisen entwickelt. Es findet seinen Ausdruck unter anderem auf seiner aktuellen Solo-CD „African Variations“ in der Verarbeitung afrikanischer Themen und Motive. Hans Lüdemann hat die Musik Afrikas auf das Klavier übertragen und verbindet dies mit Improvisationskunst, die er schon zusammen mit Musikern wie Jan Garbarek und Paul Bley zelebriert hat. Basierend auf abendländischer Polyphonie und afrikanischer Polyrhythmik hat er einen eigenen Stil entwickelt, eine „erkennbar eigene Sprache“ (FAZ). Auf einer von Lüdemanns Afrika-Reisen ergab sich 1999 die Premiere der Zusammenarbeit der beiden Musiker. In Dakar/Senegal trafen die beiden in stürmisch gefeierten Konzerten aufeinander. Seither arbeiten Tata Dindin und Hans Lüdemann intensiv zusammen und hatten erfolgreiche Auftritte auf der EXPO 2000, beim Folk Festival in Rudolstadt und dem „Traumzeitfestival“ in Duisburg. „Kano“ ist das zweite gemeinsame Album von Hans Lüdemann und Tata Dindin. Sie sind „perfekt aufeinander eingespielt, tänzeln in eigenen Kompositionen und Improvisationen präzise umeinander und behalten selbst bei spontanen Takt- Wechseln und ausschweifenden Solos den Kontakt, der beizeiten zum Leitmotiv zurück führt“, so Norbert Krampf in der FAZ am 18.01.2005 anlässlich einer Besprechung eines Konzerts mit dem Material der neuen CD. „Traumwandlerisch sicher wechseln Lüdemann und Dindin von konzentrierter Reduktion zu energiegeladener Expression, von „Blue Notes“ über afrikanische Polyrhythmik zu eruptiven Stakkatos. Spielfreudig fusionieren sie ihre persönliche Ideen bis in fein ziselierte Unisonos. Lange gläserne Notenketten der 21 Kora-Saiten verschlingen sich mit Lüdemanns waghalsigen Phrasierungen, als wären die beiden königlichen Instrumente für einander geschaffen worden. Dabei entfacht Hans Lüdemann jenes sprühende Temperament, dass stereotypisch eher dem Westafrikaner zugeschrieben würde. In Solos brilliert 39 Jahre alte Tata Dindin mit gefühlvoller Virtuosität, deren individueller Gestaltungswille längst über Archetypen hinaus reicht. Als Begleiter lässt er Miniaturen zirkulieren, bis ihre stoischen Wiederholungen beinahe in Trance versetzen“. Lüdemann „abstrahiert afrikanische Motive, dabei klingen in treibenden Bassläufen auch Boogie-Phrasen an. In federnden Akkordfolgen schimmert Swing durch, Solo-Einlagen zeigen die Erfahrung des Komponisten und Dozenten mit freiem Jazz. Wechselt er zum Clavichord suggeriert dessen barocker Klang eine erstaunlich selbstverständliche Begegnung der Epochen“. Mit „Kano“ keieren Tata Dindin und Hans Lüdemann eine kaum erreichte Fusion zweier sich fremder Welten. Aber nicht nur diese verschiedenen Welten und Kulturen verschmelzen miteinander, sondern auch die Andersartigkeit der Klänge wird hier zu einem einzigen Ganzen verwoben, so dass Afrika und Europa fast eins werden. Eine intime, kreative, niveauvolle und bezaubernde Stunde, voll von glanzvollen Momenten erdverbundener wie visionärer Musik.

 

 

Tata Dindin
Hans Lüdemann
„Kano“

NRW Records 2032
Vertrieb: NRW Vertrieb

Tata DinDin (kora, voice)
Hans Lüdemann (piano, clavichord)

Veröffentlichung:
März.2005

[Info als PDF] - 300kB

 
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