Home / Profil
  Schwerpunkte
  Partnerlabel
  Referenzen
  Kontakt
   
  Mail
   
  Impressum
home / schwerpunkte / Achim Jaroschek  
   
 

Achim Jaroschek / Mani Neumeier
„EUROPLOSION“

Gewaltig und sensibel zugleich, mitreißend und enthusiastisch: Zwei deutsche Musikerpersönlichkeiten, seit vielen Jahren fest verankert in der Improvisierten Musik und der Avantgarde.

Pianist Achim Jaroschek, spätestens seit seinen von der Kritik hochgelobten Arbeiten mit Free Jazz-Koryphäe Peter Brötzmann auch über die deutschen Grenzen hinaus bekannt, und Ex-Guru-Guru-Drummer Mani Neumeier, der bekannte Schlagwerker zwischen Jazz, Rock, Weltmusik und Avantgarde, bieten sieben durchdachte Stücke zwischen sensiblen, spannungsvoll-leisen Klangbildern, feurigen Eruptionen und tonalen Explosionen. Eine geniale und abwechslungsreiche Wanderung durch die Seelen-Landschaften zweier innovativer Künstler.

Der Oberhausener Klaviervirtuose Achim Jaroschek erhielt bereits für sein erstes Solo-Album höchstes Lob von allen Seiten. Eigentlich begann er seine musikalische Karriere als Rockdrummer, doch entschied er sich selbst später zum Klavier und sein Freund und Mentor Joachim Kühn brachte ihn „auf den richtigen Weg“. Seine beiden folgenden Alben mit dem Vorzeige-Avantgardist Peter Brötzmann („neurotransmitter“ auf Double Moon 1006-2 und „Subtle Twister“ auf Konnex 5093) festigten seinen Ruf als virtuosen und fantasievollen Instrumentalisten und Komponisten, wie auch seinen Status als wichtiger Vertreter der deutschen Jazzszene. Er kennt sein Instrument wie kaum ein anderer. Er weiss um das klassisch-romantisch-impressionistische Erbe ebenso wie um die Definition des Klaviers als eines Mediums mit 88 gestimmten Trommeln. So war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich eine Kooperation mit einem Perkussionisten abzeichnete.

Neumeier und Jaroschek

Mani Neumeier ist seit Anfang der 60er Jahre nicht mehr aus der freien Jazz- und Avantgarde-Szene wegzudenken. 1964 gründete er mit Irene Schweizer und Uli Trepte das „Irene Schweizer Trio“, es folgten Konzerte/ Produktionen mit Peter Brötzmann und Peter Kowald, dem Manfred Schoof Quintett und dem Globe Unity Orchestra. 1968 gründete Mani Neumeier die Kultband Guru Guru, mit der er bis 1994 insgesamt über 2800 Konzerte und 17 Alben inszenierte. Ein musikalisches Leben fest im Zeichen der Innovation und der Erkundung neuer Möglichkeiten.

Die gemeinsame Musik des Duos Achim Jaroschek-Mani Neumeier stellt die Vielseitigkeit der beiden Künstler unter Beweis. Wie auch auf den beiden Duo-Alben Jaroscheks mit Peter Brötzmann stammt ein Großteil des Repertoires aus seiner Feder. Die komponierten Themen bilden die Grundlage für feine, fantasievolle Ausflüge, die mit dem Thema spielen, es variieren und verändern. Gekonnt bewegen sie sich zwischen elektronischem Acid Jazz, avantgardistischer Experimentierfreude und kammermusikalischem Dialog. Hier gibt es explosive Free Jazz-Ausbrüche, gepaart mit stampfenden Rock-Beats, einem urgewaltigen Strudel virtuoser Pianoklänge, sowie besinnliche Perkussions-Meditationen.

Der Opener „Chrystal Visions“ ist ein Gang durch die riesigen Säle eines verlassenen Schlosses, der mit viel Elektro-Sounds und unheimlich anmutenden Perkussionsklängen die spannende Atmosphäre solcher Räume dokumentiert. „Blue Tarmarins“ beginnt mit klanglichen Eruptionen, die in einem mitreissenden Groove-Teppich von Mani Neumeier enden, der den Pianisten zu solistischen Höchstleitungen herausfordert. Das folgende „Delusional Perception“ ist ein kurzer Drei-Minuten-Ausflug in die Welt des Free Jazz mit festen Bindungen zur Rockmusik (man achte auf die linke Hand von Achim Jaroschek). „Okapi“ bietet eine Mischung aus Funk, Soul und Blues.

Beide Musiker zeigen bravourös, wie sie mit den Stilen der Popmusik umgehen können, ohne Massenware zu produzieren. Weltmusikalische Klänge präsentiert Mani Neumeier in seiner afrikanisch-klingenden Improvisation „Kudu“, die der Pianist mit avantgardistischen Klängen begleitet. „Narcomania“ basiert auf dem Thema von Monks „Round Midnight“ und weicht vom avantgardistischen Grundkonzept von „Europlosion“ ab. Das Titelstück bildet den Abschluss und gleichzeitig den Höhepunkt auf diesem Album. Über 20 Minuten wird hier rund um Beethovens „Sonate Pathétique“ interpreteiert, improvisiert und neu gestaltet.

Achim Jaroschek und Mani Neumeier verstehen es, sich und die Zuhörer ins Nirwana zu katapultieren, kleine Geräusch-Divertimenti im Geist poetischer Absurdität zu improvisieren. „Europlosion“ ist ein anregendes, fesselndes und auch amüsantes Werk. Die Botschaft lautet: „Der Mensch hat Witz - er möge ihn nur gefälligst auch gebrauchen!“

Kontakt:
Konnex Records, Mauschbacher Steig 35 A, 13437 Berlin, www.konnex-records.de, e-mail: konnex-dossier@gmx.de

Achim Jaroschek, Tel: 0208-644511, Fax: -6258 068, e-mail: jaroschek@gaco.de, www.jazzpages.com/Jaroschek, www.jaroschek.kalus.de

www.jazz-network.com

 

 

Jaroschek / Neumeier
„EUROPLOSION“
KONNEX KCD 5105
Vertrieb: jazz-network.com

Achim Jaroschek (p)
Mani Neumeier (dr, perc)

Veröffentlichung:
n.n.

[Info als PDF] - 139kB

zu beziehen u.a. bei:
www.jazz-cd-shop.com

 

 
top mail: u.k.promotion@t-online.de designed by jazzdimensions