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Michael Janisch
“Paradigm Shift”

„Ein absolutes Highlight in der ereignisreichen Karriere von
Michael Janisch“
Jazzwise

Nach gut vier Jahren Reifezeit präsentiert der ehrgeizige, in London lebende US-Bassist Michael Janisch mit „Paradigm Shift“ sein neues 2-CD-Pojekt und setzt sich mit seinem unterschiedlichen Herangehensweisen sowohl als Musiker und Komponist als auch als Produzent ins Rampenlicht der aktuellen Jazz-Szene. Er sammelte mit seinen bisher veröffentlichten Alben - dem 2010 entstandenen Solo-Album „Purpose Built“, und den als Co-Leader veröffentlichten Alben „TheTransAtlantic Collective’s Travelling Song“ mit Patrick Cornelius, dem Quintett-Live-Album „Banned in London“ mit dem Pianisten Aruán Ortiz und „First Meeting“ mit Jazz-Ikone Lee Konitz) vorzügliche Kritiken. Immer mehr wächst er in die Figur des kreativen Künstlers hinein und mit seinem neuen Album festigt er seinen ohnehin exzellenten Ruf als einer der herausragenden Bassisten/Bandleader seiner Generation in der zeitgenössischen Improvisierten Musik. Für „Paradigm Shift“ nahm Michael Janisch die Live-Aufnahmen zweier Konzerte seines Quintetts aus dem Londoner Pizza Express Jazz Club als Basis, sorgte für den richtigen Feinschliff und verarbeitete diese kunstvoll zu einem 90-minütigen Gemisch aus Live- und nachbearbeiteter elektro-akustischer Musik. Es ist eine spezielle, kreative kompositorische Vision, die besonders die musikalische Persönlichkeit des Künstlers reflektiert, entwickelt in Jahren der Erkundung der Improvisationsmusik und beeinflusst durch lebensverändernde Situationen, insbesondere die Geburten seiner beiden Töchter und der plötzliche Tod seines älteren Bruders Joseph. Die Klangbilder, die er erschafft, entwickeln sich automatisch aus seinen Antworten auf Themen wie Globalisierung, Wirtschaftsmächte und deren Einfluss auf das tägliche Leben, Rassismus und religiösem Fanatismus. Er vermischt kompromisslos Electronica, freie Improvisation, Rock, Pop und Funk miteinander, ohne den Pfad der experimentellen und improvisatorischen Integrität zu verlassen. Und das konzeptionelle und dialogische Zusammenwachsen aller vierzehn Tracks kommt von innen, beeinflusst von einem lebhaften synästhetischen Bewusstsein. „Es war wesentlich organischer auf diesem kompositorischen Level, wenn man diesen neuen Erfahrungen erlaubt den Schreibprozess zu leiten“ – daher die faszinierenden, modulierenden Stimmungen und Stile. Vornehmlich ist „Paradigm Shift“ ein Quintett-Album mit Solo- oder Duo-Zwischenspielen und -Übergängen. Michael Janisch hätte nur sehr schwer eine besser passende Auswahl an Musikern finden können, um seine künstlerischen Pläne zu verwirklichen: Der vielseitige britische Saxophonist und Multi-Instrumentalist (einschl. Didgeridoo) Paul Booth, Jason Palmer, einer der führenden Trompeter der USA und bereits bei Janischs Solo-Debut dabei, das freigeistige argentinische Klavier- und Keyboard-Genie Leonardo Genovese, sowie der für seine einfühlsame Präzision bekannte amerikanische Schlagzeuger Colin Stranahan. Und letztendlich die treibenden Electronics von dem in London lebenden Künstler Alex Bonney in den Zwischenspielen und Übergängen (bei Konzerten immer dabei, um diese besonders effektiven Klangmanipulationen beizutragen). Disc Eins beinhaltet Michael Janischs „Paradigm Shift Suite“, eine 30minütige Live-Expedition ohne Grenzen, die nach einem effektbeladenen E-Bass- und Didgeridoo-Intro in eine überschwängliche, fast raga-artige „Paradigm Shift Dance Party“ mündet, widerhallend in Jason Palmers hoch klingender Trompete. In „Celestial Dictator“ trifft ein ansteckender, hoch dosierter Hammond-Groove auf ein hartkantiges Tenorsaxophon von Paul Booth (gut möglich, dass dies sein faszinierendstes Solo seiner Karriere ist). Dissonant kreischende Hörner prägen die atemberaubende Wut in „Bailout“, die sich durch die relativ ruhigen Flötenklänge in „Spring“ und „Inner Sanctum“ besänftigen lässt. „Liza-Flo“ lässt frühere Themen des Albums mit frecher Perkussion neu aufleben, bis die Einfachheit von „Be Free“ Michael Janischs Ethos von Anspruch und Freiheit widerspiegelt. Disc Zwei erweitert das Programm dieses Albums mit kompositorischen Beiträgen der Band: mit Leonardo Genoveses „Chacaraca“, das mit südamerikanischen Klangfarben spielt, „Mike’s Mosey“ findet die Kollegen des Bassisten auf dessen hetzende, freie Kontrabass- Improvisationen mit einer Kaskade aus gefühlvollen Klangbildern reagieren mit vielen unvorhersehbaren Wendungen. Echoähnliche Bassakkorde meditieren in „The JJ I Knew“ durch elektronische Klangfarben, bevor sie in das 15-Minuten-Spektakel „Crash“ von Jason Palmer mündet. Genoveses „One-Eyed Calf“ ist eines der außergewöhnlichsten und unberechenbarsten Keyboards-Zwischenspiele bis heute und führt zu Paul Booths Epos „Awakening“ führt, das das Set hymnenhaft inmitten einer Reihe von virtuosen Soli beendet. Michael Janisch hat sich zu einem der führenden und authentischen Bassisten/Bandleader-Persönlichkeit seiner Generation entwikkelt. Der Beweis, dass die Zusammensetzung dieses starken Sextetts die richtige Entscheidung war, ist die Tatsache, dass die Essenz dieses beeindruckenden Doppel-Albums in nur zwei Abenden eingespielt wurde. Die kraftvolle, verbindende Interaktion zwischen diesen musikalischen Persönlichkeiten, gepaart mit den kreativen, nachträglich produzierten Electronics unterstützt sicherlich den katalytischen Funken, der die unbeschränkte Freiheit von Live- und Studio-Aufnahmen entzündet – genau durch diesen Funken startet „Paradigm Shift“ sowohl musikalisch als auch intellektuell.  

 

Michael Janisch
“Paradigm Shift”

Whirlwind Recording WR4676
Vertrieb D/A/CH: Indigo

Michael Janisch
el. & ac. bass, percussion, live & post-production electronics, effects
Paul Booth
tenor sax, flutes, bass clarinet, didgeridoo, percussion, hand claps
Jason Palmer
trumpet
Leonardo Genovese
piano, keys/synths, effects
Colin Stranahan
drums
Alex Bonney
live & post-production electronics, effects

 

Veröffentlichung:
Oktober 2015

[Info als PDF] - 2 MB


Cover in hoher Qualität
Bandfoto in hoher Qualität
Bandfoto in hoher Qualität
Bandfoto in hoher Qualität
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