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transit room
"cypher"

Vom Bauchnabel nach Berlin Seit dem Mauerfall hat sich die neu-deutsche Metropole zu einem Hotspot der europäischen Jazzszene entwickelt: Hier geht es munter drunter und drüber und stilistische Grenzen werden weniger genau gezogen als anderswo, man spielt nicht nur nebeneinander, sondern auch durcheinander. Willkommen im “Melting Pot Berlin”. Berlin ist eine Art kreativer Durchlauferhitzer - und zwar für verschiedene Generationen. Die Ex-Avantgard isten Alexander von Schlippenbach und Ulrich Gumpert zeigen, dass auch in post-avantgard istischen Zeiten musikalische Brisanz steckt. Bands wie Der Rote Bereich oder Die Enttäuschung mixen Anarchie und Komplexität. Und dann gibt es noch sehr viele junge, unentdeckte Musiker, d ie in d iesem Klima aufblühen und aufregende Ideen entwickeln. Da lohnt es sich manchmal wirklich, genau hinzuhören. Im Labyrinth Um eine enorm spannende junge Band handelt es sich beim Quintett Transit Room, welches 2006 vom Schweizer Bassisten Andreas Waelti ins Leben gerufen wurde. Die Band ist international besetzt und verfügt über mehrere komponierende Köpfe. Bei Transit Room spielt der Team-Geist eine nicht zu unterschätzende Rolle, so muss man als Zuhörer nicht endlose Solo-Exkurse erdulden (hier sind Musiker am Werk, d ie gecheckt haben, dass d ie Zeit der heroischen 20-Minuten- Soli abgelaufen ist), sondern darf sich an der Potenzierung der Einzelpotenzen durch eine Vielfalt konzeptioneller Vorgaben delektieren. Die Jazztrad ition wird hier nicht wie ein Fetisch behandelt, sondern bildet sozusagen das Fundament für einen labyrinthisch verschlungenen Transit Room, der von der Klarheit des Klassizismus zum wilden Dekonstruktivismus der Postmoderne führt. Transit Room schlagen auf originelle und überraschende Weise einen Bogen vom erotischen Schmus der Strayhorn-Balladen zur Action-Abstraktion von Eric Dolphys «Out to Lunch», achten dabei aber stets darauf, dass d ie Musik nicht wie ein Echo aus fernen Zeiten, sondern wie ein aktueller, dringlicher Schrei klingt. Musikalische Versatzstücke werden nicht einfach clever collagiert, sondern derart zueinander in Beziehung gesetzt, dass sie sich gegenseitig befruchten und eine Art Meta- Musik im Vibrationszwischenraum erzeugen. (Tom Gsteiger) Nach über 50 Konzerten in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Norwegen, wurde im November 2012 d ie LP «Cypher» im Berliner Funkhaus aufgenommen. Das Album ist ausschließlich auf Vinyl oder per Download erhältlich. Die aud iophile Produktion (12“ 45rpm) zeichnet sich durch ihren live Charakter aus und wird durch d ie Videos des französischen Filmemachers Stephan Talneau visuell dokumentiert. Die Band «Transit Room» wurde im Frühling 2006 vom Kontrabassisten & Komponisten Andreas Waelti in Berlin gegründet. Seine Vision war es, eine als Kollektiv funktionierende Band ins Leben zu rufen, welche die Grenzen zwischen freier Improvisation und ausgeschriebenen Parts sprengen sollte. Im Frühling 2009 nahm die Band ihre erste CD «Gordon Pym» auf, welche im April 2010 auf Doublemoon Records «Jazzthing Next Generation» erschienen ist. Im September 2013 wird der mittlerweile in Wien ansässige Bandleader die 12“ LP «Cypher» auf dem Label Jazzwerkstatt Records veröffentlichen.
Andreas Waelti (Kontrabass / Komposition) wurde 1980 in Thun (Schweiz) geboren und stud ierte an der Swiss Jazz School in Bern, der Hochschule für Musik in Basel und dem Jazzinstitut Berlin. Nach Abschluss seines Kontrabass-Stud iums bei Bänz Oester, zog er nach Berlin wo er bereits im Stud ienjahr 2005/2006 einen einjährigen Auslandaufenthalt absolvierte. Während den darauf folgenden fünf Jahren war er in zahlreichen Berliner Formationen anzutreffen und bestritt Konzerttourneen in ganz Europa, Asien und Südamerika. Im Jahr 2006 gründete er in Berlin seine eigene Band «Transit Room», welche mit ihrem bemerkenswerten Erstling «Gordon Pym» für ein knallbuntes Ausrufezeichen in der hoch angesehenen Next-Generation-Reihe des Fachmagazins «Jazz thing» sorgte. Des Weiteren war er während den insgesamt sechs Jahren in Berlin Mitglied des «Andromeda Mega Express Orchestra» und arbeitete sowohl mit der Ind iepopband «The Notwist», als auch mit dem Singer/Songwriter Francesco Wilking zusammen. Seit 2011 lebt er in Wien und unterrichtet als Dozent für Theorie, Harmonielehre und Ensemble an der Akademie Deutsche Pop. Des Weiteren kurratiert er seit Januar 2013 d ie von ihm ins Leben gerufene interd isziplinäre Konzertreihe «open loose» im 5. Bezirk in Wien.  
Tobias Backhaus (Schlagzeug) wurde 1984 in Darmstadt geboren und begann bereits mit fünf Jahren mit dem Schlagzeugspiel. Er lernte sein Instrument bei Jazzgrößen wie John Riley, Ari Hoenig, Keith Copeland, John Hollenbeck und Jeff Ballard. Er schloss 2011 sein Bachelor Stud ium am Jazz-Institut Berlin ab. Seine stilistische Vielfalt und seine Fähigkeit, sich scheinbar mühelos zwischen verschiedenen Welten hin- und herzubewegen, machen ihn zu einem der meistgefragten Schlagzeuger der zeitgenössischen deutschen Jazzszene. Tobias arbeitete mit Künstlern wie Torsten de Winkel, Till Brönner, Kurt Rosenwinkel, Tony Lakatos, Carlos Bica, Gwilym Simcock, Jiggs Whigham, Bob Degen, Peter Weniger oder Ack van Rooyen, den Dresdner Sinfonikern, dem Berlin Jazz Orchestra, dem European Movement Jazz Orchestra und vielen mehr. Tourneen und Konzertreisen führten ihn unter anderem in d ie USA, nach Kanada, Japan und durch ganz Europa.
Samuel Halscheidt (Gitarre / Komposition) wurde 1978 in Essen/Ruhr geboren und sorgte bereits im Alter von 8 Jahren durch d ie Solo- Performance der Komposition «Die Affen rasen durch den Wald» in der lokalen Grundschule für Aufsehen. Damit war der Grundstein für eine steile Karriere in den Mühlen der Musikhochschule Dresden und des Jazzinstituts Berlin (Abschluss seit 2007) gelegt. Er stud ierte bei Frank Möbus, David Friedman, Werner Neumann, John Hollenbeck, Peter Weniger, Sigi Busch etc. und ist in verschiedenen Musikprojekten zu hören: als Gitarrist in der Popband «The Gecko», als Komponist und Gitarrist des Avantgarde Trios «Luc Tonnerre» und als Solokünstler «Sam Hal» mit Gitarre und d iversen Effektgeräten. Des Weiteren wirkte er bei Musikproduktionen für Film und Fernsehen wie «Tatort» oder «Ein Fall für Zwei» mit und ist festes Mitglied des angesagten Kleinkunstensembles «Annamateur».
Samuel Blaser (Posaune / Komposition) ist 1981 in La Chaux-de-Fonds (Schweiz) geboren, lebte für längere Zeit in New York bevor er sich einen Wohnsitz in Berlin zulegte, wo er derzeit lebt. Seine unglaubliche Entwicklung beginnt als Straight-ahead-hard-bopper mit Mitte 20 zu einem innovativen selbständ igen Spieler, Komponisten, der immer auf der Suche nach neuen Dingen ist, und Bandleader. Blaser hat u. a. mit Pierre Favre, Hal Galper, John Hollenbeck, Michael Blake, François Houle und mit dem Grammy Award ausgezeichneten Produzenten Robert Sad in gearbeitet. Außerdem hat er sich einen hervorragenden Ruf als Bandleader erworben. 2013 wird ein arbeitsreiches Jahr für den Posaunisten, er wird mit seinen beiden neuen Trios auf Tour sein: ein Trio wird er mit Ducret und dem dänischen Schlagzeuger Peter Bruun bilden, das andere mit dem französischen Pianisten Benoit Delbecq und dem amerikanischen Schlagzeuger Gerry Hemingway. Blaser wird auch wieder seine Band Consort in Motion vereinen. Die Band besteht aus dem Pianisten Russ Lossing, dem belgischen Reed Player Joachim Badenhorst, dem Bassisten Drew Gress und Hemingway, der den verstorbenen Paul Motian ersetzen soll.
Clemens Salesny (Saxophon / Komposition) wurde 1980 in Scheibbs, Niederösterreich geboren und lebt in Wien. Von 1998 bis 2005 stud ierte Salesny Saxophon an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Klaus Dickbauer und Wolfgang Puschnig. Weitere Stud ien bei Lee Konitz, James Moody, Ronnie Cuber und Steve Slagle. Seit dem Jahrtausendwechsel arbeitet er mit dem Pianisten Clemens Wenger in einem Duoprojekt zusammmen und ist als Bandleader aktiv. Er arbeitete im Trio mit dem Vibraphonisten Woody Schabata und dem Kontrabassisten Raphael Preuschl und gründete 2007 d ie «Clemens Salesny Electric Band». 2004 war er zusammen mit Clemens Wenger, Peter Rom, Daniel Riegler, Bernd Satzinger und Wolfgang Schiftner einer der Initiatoren der «Jazzwerkstatt Wien». 2001 erhielt Salesny das New York Stipend ium des «Hans Koller Preises». Beim «Austrian Young Lions» Jazzwettbewerb 2002 belegte er mit dem «Clemens Wenger Trio» den 2. Preis. Schliesslich erhielt er 2006 den angesehenen «Hans Koller Preis» mit der «Jazzwerkstatt Wien» als Newcomer des Jahres. Tourneen und Konzertreisen führten ihn unter anderem in d ie USA, Japan, Marokko und durch ganz Europa. Er arbeitete mit Musikern wie Steven Bernstein, Edd ie Henderson, Joe Zawinul, Oliver Lake, Sunny Murray, Uri Caine, Elliott Sharp, Georg Breinschmid, Michel Godard, Jean-Paul Bourelly, Don Ellis Tribute Orchestra feat. Thomas Gansch, Gansch and Roses, und dem Takon Orchester zusammen.  

 

transit room
„cypher“

Jazzwerkstatt Records JWR 02/13
LP-Vertrieb: Lotus Records
oder als Download (u. a. itunes, bandcamp)

Clemens Salesny (as)
Samuel Blaser (tb)
Samuel Halscheidt (g)
Andreas Waelti (b)
Tobias Backhaus (dr)

Veröffentlichung:
02. September 2013

[Info als PDF] - 7,5 mB

Cover in hoher Qualität

Bandfoto in hoher Qualität

 

 

 
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