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Janis Görlich Bummelzug Expedition
„In die Ferne"


…Eine Dampflokomotive ist eine feine Sache. Sie kann stampfen und schnaufen wie ein Tier, Rauch spucken wie ein Vulkan, und Mensch, Tier und Material in beträchtlichem Umfang bewegen. Bei all dem strahlt sie Kraft und Unbeirrbarkeit, Ruhe und Gemütlichkeit aus. Doch unter der dicken Haut aus Stahl kocht und brodelt es. Stetig wächst der Druck im Kessel und staut sich manchmal derartig auf, dass es zu einer heftigen Entladung kommt. In der Fachliteratur spricht man dann von "Kesselexplosion", im Volksmund hingegen hat sich der Begriff BUMMELZUG EXPLOSION etabliert.
 Bummelzug Expedition in die Ferne Herzergreifende Melodien, heroische Kamele, mitreißende Soli, Lawrence von Arabien, kleine und größere Explosionen: Janis Görlich, Schlagzeuger u.a. von Song-Poetin Dota Kehr, veröffentlicht seine dritte Jazz Schallplatte. Die LP ist der zweite Teil einer zweiteiligen Veröffentlichung und knüpft thematisch direkt an ihre Vorgängerin BUMMELZUG EXPLOSION „IN DER FERNE“ (2013) an. Ein Konzeptalbum also, oder vielmehr ein „Abenteueralbum“, wie es in den Liner-Notes heißt, inspiriert durch die sagenumwobene Figur Lawrence of Arabia. „Grenzenlos naiv, jedoch nur scheinbar harmlos, kommen Görlich’s Kompositionen daher gebummelt und brennen sich mit der explosiven Kraft von Ohrwürmern in die Trommelfelle der Hörer“, schrieb einst Major R. G. Douglas. Dem mag man beipflichten oder nicht, fest steht, dass das neue Album beim Hören eine Art hypnotischen Sog entfacht. Anleihen aus dem Jazz der 60er Jahre vermengen sich mit zeitgenössischen Pop- und Noise-Elementen, immer wieder durchbrochen von energetischen Ausflügen der Solisten ins Phantastische. Das Resultat dieser Melange ist eigen und steckt voller Überraschungen. Für die jüngsten Aufnahmen hat der Bandleader seine Gruppe BUMMELZUG EXPLOSION vergrößert: Was einst ein Quintett war, ist nun ein Septett. Die neue Gruppe ist ein effektives, kleines Orchester. Rollen werden immer wieder neu verteilt, man gibt und nimmt einander auf geschmackvolle Art und Weise Raum, und an den entscheidenden Stellen kracht und scheppert es, was das Zeug hält. Ungewöhnlich ist die extrem nostalgische Klangästhetik. Es knistert und knackt in den Spielpausen, die Aufnahmen durchzieht ein sanftes Rauschen analoger Technik. Oft ist es gerade dieses Rauschen, das die Eindringlichkeit der Musik auf „In die Ferne“ noch verstärkt. Da spielt es keine Rolle, dass Görlich im Begleittext, der sogenannten Story zu seinem „Abenteueralbum“, manchmal ganz schön dick aufträgt - oder dass es sich bei dem Jazzkritiker Major R. G. Douglas bloß um eine Erfindung des Komponisten handelt - was bleibt, ist dieser durchdringende, erdige Bandsound und Melodien, die einem einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen. Die Band Sein Septett hat Janis Görlich augenzwinkernd auf den Namen BUMMELZUG EXPLOSION getauft. Die Mitglieder der Band sind allesamt aufstrebende „junge Wilde“ der Berliner und Kopenhagener Jazzszene. Tenorist Uli Kempendorf ist hinreichend bekannt durch seine Bands Field und Yellowbird. Der schwedische Saxophonist Otis Sandsjö tourt europaweit mit Projekten wie den GOTHEBURG GADJOS, Markus Pesonen Hedectet und Isabel Sörling Farvel. Sein Landsmann Henrik Olsson lebt in Kopenhagen und hat 2014 mit seinem bemerkenswerten Debüt Album „Penumbra Ensemble“ für Aufsehen gesorgt. Der zweite Gitarrist der Band, der Isländer Daniel Bödvarsson ist Mitglied der Isländischen Band Moses Hightower und Duo Partner des Schlagzeugers Max Andrzejewski in der Band Pranke. Julius Heise, der Vibraphonist der BUMMELZUG EXPLOSION ist u.a. im Bernhard Meyer Trio an der Seite von Claudio Puntin zu hören. Der blinde Organist Jonas Hauer ist ein wahrer Tausendsassa, der sich im Jazz ebenso zuhause fühlt wie im Pop- oder Noise-Bereich. Er ist u. a. Organist & Akkordeonist der Band DOTA und tritt zudem als Komponist und Arrangeur von Filmmusik in Erscheinung. Janis Görlich (* 1981) studierte Jazzschlagzeug in Berlin (HfM „Hanns Eisler“), New York (Aaron Copland School of Music) und São Paulo (Conservatório de Tatuí). Er war Mitglied des BundesJugendJazzOrchesters und zwei Jahre lang Stipendiat des DAAD. Seit seiner Rückkehr aus New York im Jahr 2011 lebt er in Berlin. Görlich spielt seit vielen Jahren Schlagzeug in der Berliner Pop Band DOTA, deren 8. Studioalbum „Keine Gefahr“ im Januar 2016 erschienen ist. Der neue Bandsound dieses vielfach gepriesenen Elektro-Pop Albums wird maßgeblich durch seine Drum-Programmierung geprägt. Eine Liste der Projekte für die er in den letzten Jahren außerdem noch getrommelt hat, umfasst unter anderem Max Weißenfels’ Polyversal Souls, das Magnetic Ghost Orchestra, The Great Hans Unstern Swindle, GLÜCKLICH1, sowie ein Trio mit Carsten Daerr und Carlos Bica. Die vorliegende LP ist das dritte Album Görlich’s in vier Jahren. Bisher sind erschienen: BUMMELZUG EXPLOSION „IN DER FERNE“ (2013) und KLEINER DICKER MÖNCH „BEI NACHT“ (2014).  

 

Janis Görlich Bummelzug Expedition
„In die Ferne“

Shoebill Music SB15010
Vertrieb: Broken Silence

ULI KEMPENDORFF Tenor Saxophon
OTIS SANDSJÖ Tenor Saxophon
JULIUS HEISE Vibraphon
DANIEL BÖÐVARSSON Elektrische & Akustische Gitarre
HENRIK OLSSON Elektrische & Akustische Gitarre
JONAS HAUER Orgel, Wurlitzer Piano, Synthesizer
JANIS GÖRLICH Schlagzeug
und Spezial Gast
FEDERICO LACERNA Alt Saxophon
spielen Kompositionen von Janis Görlich

 

Veröffentlichung:
27. Mai 2016

[Info als PDF] -6 MB

Cover in hoher Qualität
Bandfoto in hoher Qualität
Bandfoto in hoher Qualität
Bandfoto in hoher Qualität

 
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