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Jürgen Friedrich
„Bits & Pieces“

Ein Musiker, der wirklich tut, was ihm gefällt, der wirklich auf seine innere Stimme hört, der Konventionen lustvoll überspringt und dabei auch noch erfolgreich einen neuen funktionierenden Sound er-findet, ist nicht oft anzutreffen. So ein Musiker ist Pianist Jürgen Friedrich, der sich mit seinen fantasievollen Kompositionen, kreativen Klangexperimenten und seiner einzigartigen Musikalität schon reichlich Meriten bei Hörern und Kritik verdienen konnte. Mit „Bits & Pieces“ zeigt er ein andere Seite seines künstlerischen Wesens: den Elektronik-Jazz. Nach furiosen Werken mit seinem Akustik-Jazztrio Friedrich-Hebert-Moreno, das geschickt zwischen Jazz, Klassik und Avantgarde balanciert, nutzt er für sein neues Projekt ein stark erweitertes Instrumentarium. Der „klassische“ Flügel und die akustische Gitarre treffen auf moderne Technologie in Form von Laptop und allerlei Effekten, das „ehrwürdige“ Wurlitzer auf verfremdete Drum-Sounds und 6-Saiten-E-Bass-Klänge. Seine Liebe zu Beats und seine Fähigkeiten als Jazzkomponist haben „Bits & Pieces“ hervorgebracht, eine geniale Mischung aus zeitgenössischem Jazz, Fusion-Sounds in modernem Kleid, Klangspielereien und wunderschönen melancholischen Momenten, die bei keinem seiner Projekte fehlen dürfen. Für dieses vielseitige Programm hat er mit Norbert Scholly, Philipp Rehm und Christian Thomé drei kongeniale, fantasiereiche Partner gefunden, die mit ihren klanglichen Möglichkeiten den Vorstellungen des Komponisten aufs Genaueste entgegenkommen. „Bits & Pieces“ ist eine hochmoderne Platte, die kreative Beats mit anspruchsvoller Komposition versöhnt, die Laptops analog klingen lässt und die das Hirn mit Spass- und Lustfaktor erfrischt.

Mastermind Jürgen Friedrich, vielfacher Preisträger als Komponist und Pianist, immer noch als eines der größten Talente Deutschlands zu bezeichnen, wäre untertrieben. Seit vielen Jahren gehört er zu den einfallsreichsten Musikern Europas, der sich durch eine individuelle Handschrift als Pianist und Komponist einen Platz in der Jazz-Elite gesichert hat. „Bits & Pieces“ war für ihn echte Pionier-Arbeit, denn mit diesem Projekt betrat er vor zwei Jahren persönliches Neuland. „Es gibt nur wenige Projekte, die die Balance zwischen Komposition und elektronischen Sounds halten können“, sagt er und verweist sogleich auf seine musikalischen Mitstreiter: „Norbert Scholly ist selbst Jazzmusiker und hat deswegen großes Verständnis für die Komposition. Gleichzeitig ist er ein echter Laptop-Freak, der nicht einfach Presets abfeuert oder Loops durchlaufen lässt. Er hat viel selbst programmiert und kann nun mit dem Computer wie mit einem
analogen Instrument spielen und sofort interaktiv reagieren“. Bassist Philipp Rehm am 6-Saiter ist „erst 23 Jahre alt und Mega-begabt! Er studierte bei mir in Mannheim und hat seinen Background im Lounge- und House-Bereich. Es gibt kaum jemanden, der so mit Effekten umgehen kann wie er“. Auch Drummer Christian Thomé wurde ganz gezielt für dieses Projekt angesprochen: „Ich schätze ihn nicht nur als Schlagzeuger, sondern auch wegen seiner Ästhetik, seinem breiten Horizont und seiner Affinität für fantasiereiche Interpretationen und Transkriptionen – wie er Songs in eine andere Welt verfrachtet“. Thomé gilt als Spezialist für handgespielten Drum&Bass und Live-Elektronik. Er nutzt kaum den Laptop, sondern „arbeitet“ mit Loopdelays und spezieller Hardware. Ebenso wichtig für das Gelingen von „Bits & Pieces“ waren die fantastischen Gastmusiker Junia Vent (Stimme), Niels Klein (Tenorsax), Claudius Valk (Sopransax) und Felix Astor (Pandeiro). „Im Studio war der Traum möglich, für jeden Song die genau passende Besetzung zu nehmen. Wir haben immer simultan eingespielt, also keine overdubs, sonst hätten wir nie diese Stimmung erreicht. Das Mixen habe ich dann als einen eigenen kreativen Prozess gesehen, hab mir Zeit genommen (fast wie im Rockgeschäft) und nochmal viel Spass gehabt.“ „Miniotaurus“, eine Mischung aus Miniatur und Brontosuarus, ist kompositorisch ziemlich reduziert und basiert auf einem „Ursuppen-Groove“ (O-Ton Friedrich). Es markiert die Suche nach neuen Wegen mit einer Komposition umzugehen. Ein vielversprechender Funk- und Jazzrock-betonter Opener für ein abwechslungsreiches Programm. Der nächste Track ist eine Hommage an eine der einfalls- und verdienstreichsten Singer/Songwriterinnen aller Zeiten: „Joni“ Mitchell. Ein grandioses Loopdelay-Intro führt zur wunderschönen Melodie eines „richtigen“ Songs mit Gesang, akustischer Gitarre und – in schönster Mitchell-Manier – Fretless Bass. Der Titel „Munchkin“ (soviel wie „Giftzwerg“, “Gnom“ etc.) scheint bewusst gewählt: ein tonales Stück mit atonaler Synthie-Klangfarbe – eigentlich etwas, das nicht funktionieren dürfte ... Beginnt leicht loungig, aber nicht zu nett, dann ein furioses Wurlitzer-Laptop-Duett und ein cooles Bass-Solo. „Yoik“ ist Finnisch (genauer gesagt Samisch) und bezeichnet eine hierzulande nicht bekannte Art der Mitteilsamkeit: eine wortlose Gesangs-Improvisation als Personenbeschreibung – ein skandinavisch-melancholisch geprägtes Stück. Musikalisch etwas völlig anderes wiederum bietet „Lied für mein klein Sohn“. Diese „Familienproduktion“ präsentiert die Stimme des damals halbjährigen Sohnes von Jürgen Friedrich in DJ-mäßiger Bearbeitung - nahezu tanzbar und mit Alltagslyrik wie bei manch einer aktuellen deutschsprachigen Popband. „Novemba“ bietet relaxte Lounge Music mit Trance- und Ambient-Basis, die sich im Laufe der Zeit in einen soliden Rockgroove steigert. Südamerikanisches Flair verbreitet „Brazileira“, eine gelungene Mischung aus Latin-Jazz mit portugiesischem Gesang, und elektronischen Effekten, die erst im Nachhinein beim Mischen zugefügt wurden. So verbindet sich die Lebendigkeit der südamerikanischen Musik mit den „maschinellen“ Möglichkeiten der Popkultur. Spannend und lustvoll präsentiert sich das Schlußstück „Malen nach Zahlen“. Fast schon mathematische Logik trifft auf die spielerischen Möglichkeiten der Musik – eine wunderbare Komposition mit allen Facetten des Jazz. „Bits & Pieces“ ist ein wundervolles Sound-Erlebnis (in herausragender Sound-Qualität), das sich an ein breit gefächertes Publikum von Jazz über Elektro, Fusion/Jazzrock bis zu DJs wendet. Die Qualitäten der Improvisation vereinen sich mit der Ästhetik der Popkultur zu einem von Soundscape-Kunstwerk auf allerhöchstem Niveau, das zeitgenössischen Jazz mit der Musik der Zukunft verbindet.

Kontakt:
u.k. promotion, eifelstraße 76, 50677 köln,
tel. 0221-801 8964, fax -801 8965,
e-mail: u.k.promotion@t-online.de

www.juergenfriedrich.net

Vertrieb: www.jazz-network.com

 

 

 Jürgen Friedrich 
„Bits & Pieces“

schoener hören JN 012
Vertrieb: jazz-network.com

Jürgen Friedrich (p)
Norbert Scholly (laptop, g)
Philipp Rehm (el-b)
Christian Thomé (dr, loopdelay)
guests: Junia Vent (voc)
Niels Klein (ts)
Claudius Valk (ss)
Felix Astor (pandeiro)

Veröffentlichung:
13.09.2004

[Info als PDF] - 40kB

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